Buchempfehlung: Heilkräuter aus dem Garten Gottes

Maria Treben (1907-1991) war nicht nur eine österreichische Kräuterkundige (sie galt als Spezialistin der Pflanzenkunde), sondern auch eine großartige Autorin. Besonders aufschlussreich finde ich ihr Buch „Heilkräuter aus dem Garten Gottes“.
Die zahlreichen Kräuterrezepte zur alternativen Behandlung von Krankheiten bzw. Beschwerden sowie zur Erhaltung des Wohlbefindens finde ich einfach spitze und sehr hilfreich. Ich kann es nur jedem ans Herz legen. Selbstverständlich ersetzt dieses Buch keinen Arztbesuch und man sollte auch immer mit seinem Arzt des Vertrauens Rücksprache halten.

Darüber hinaus machen die Aufteilungen und Sortierungen nach Krankheiten die Handhabung dieses Buches auch einfach und unkompliziert. Bücher von Maria Treben sind es auf alle Fälle Wert gelesen zu werden und dienen auch oft als Nachschlagewerk.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Löwenzahn (Taraxacum officinale)Fast einem jeden Menschen ist der Löwenzahn (auch Pusteblume genannt) bekannt. Seine tolle Heilwirkung war selbst bei den alten Griechen schon bekannt. So manchen Orts wird der Löwenzahn sogar als Nahrungsmittel sehr geschätzt. Man findet ihn dort in einem Kartoffelsalat oder als Sirup auf einem Butterbrot. Allerdings sollte Vorsicht geboten sein: Menschen, die an Gallenwegserkrankungen oder aber auch an Geschwüren oder Verengungen im Magen/Darmbereich leiden, sollten besser die Finger vom Löwenzahn lassen.

Die Pusteblume, wie er auch genannt wird, hat eine harntreibende, blutreinigende und appetitanregende Wirkung. Medizinisch wird er gerne als Salat bei Lebererkrankungen hergenommen. Kompressen verwendet man gerne bei Entzündungen oder den Tee auch bei Hautkrankheiten oder Stoffwechselstörungen. Für den Tee werden 3 Gramm Löwenzahn (keine Blüten, sondern Blätter und Wurzeln) auf eine Tasse heißes Wasser benötigt. Diesen Tee kann man auch gleich dazu verwenden um Kompressen damit zu tränken.

Wichtiger Hinweis:

Kräuter haben zwar teils eine sehr starke medizinische Wirkung, sollten aber vorher dennoch unbedingt mit einem Arzt oder Apotheker abgesprochen werden. Nicht für einen Jeden ist jedes Kraut geeignet. Ebenfalls sollte man nicht die gleichen Kräuter andauernd einnehmen. Besondere Vorsicht ist auch bei Kindern und Schwangeren geboten.

Weiters ist zu beachten, dass es zwar sehr schön ist, wenn man Kräuter selber sammelt, es dennoch in den Apotheken hochwertigere Ware zu kaufen gibt. Mittlerweile sind schon sehr viele Pflanzen mit Dünger oder Insektiziden versehen.

Zudem darf man nicht überall eine jede Pflanze pflücken und manche stehen sogar vollkommen unter dem Artenschutz.